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Wer noch nie in Istanbul war, dem kann ich diese Stadt als Reiseziel für einen Wochenendtrip oder auch länger, guten Gewissens ans Herz legen. Am Besten ihr nehmt euch etwas mehr Zeit, denn hier gibt es so viel zu sehen, dass man in drei Tagen nur einen Bruchteil dessen erleben kann, was die Stadt zu bieten hat. Ob es zur Zeit sicher ist, checkt ihr am Besten auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Eine konkrete Reisewarnung besteht momentan nicht, aber Safety First!

Grundsätzlich würde ich ohnehin als Reisezeitraum die Frühlings- oder Herbstmonate empfehlen. Wir waren Anfang Mai dort und es war schon recht heiß und ohne Sonnenschutz lief da nichts. Habe mir einen fetten Sonnenbrand auf der Bootstour über den Bosporus geholt. Muss nicht sein. Eine Bootstour solltet ihr aber schon mal machen. Auf beiden Seiten der Galata-Brücke gibt es Anlegestellen. Außerdem konnten wir auf der Tour auch mal unsere leidgeplagten Füßchen ausruhen und trotzdem etwas sehen. Wenn ihr Zeit habt, plant einen Ausflug zu den Prinzen-Inseln.

Wer es mit den Ohren hat, dem empfehle ich diese Sadt nicht. Istanbul ist extrem laut und überall wird gehupt, geklingelt und gerufen. Die Klischee-Aussage „zwischen Orient und Okzident“ kann ich bestätigen. Hier gibt es wirklich alles und das in jeder Couleur. Von lauten, stinkigen, überfüllten, quirligen, lebenslustigen Stadteilen hinzu eleganten, modernen und mondänen Bars, Restaurants und Cafes.
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Untergebracht waren wir im Hilton Hotel Istanbul, in der Nähe des Maçka Parks mit einer überragenden Aussicht auf den Bosporus. Kann ich euch empfehlen, wenn ihr etwas tiefer in die Tasche greifen möchtet/könnt. Das Hilton Istanbul, eröffnet 1955, war das erste Hilton in Europa und den Charme der 50er/60er Jahre spürt man immer noch. Conrad Hilton hat mit diesem Hotel so richtig auf die Kacke gehauen. Mad Men lässt grüssen. Die Zimmer sind hier noch sehr großzügig gehalten und extrem high-class eingerichtet. Um das Hotel herum gibt es noch einen eigenen Park, sehr schön und liebevoll gepflegt. Außerdem einen Pool, der aber leider noch geschlossen war. Trotzdem konnte man sich ans Wasser legen und wie Grace Kelly fühlen. Ich muss wirklich sagen, dass ich mich in das Hotel und seine Angestellten verliebt habe. Tip-top Service, überaus freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter, ein königliches Frühstücksbüffet, toller Spa-Bereich und die Räume sind allesamt wunderschön eingerichtet und dekoriert.wtf-ivikivi_Istanbul_Hilton_Hotel_02 wtf-ivikivi_Istanbul_Hilton_Hotel_03
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Aber mal zu den wirklichen wichtigen Sachen: Istanbul und seine Sehenswürdigkeiten. Da wir nur ein paar Tage dort waren, haben wir uns auf die Highlights konzentriert.

Die Hagia Sophia oder Aya Sofia, die der Blauem Moschee direkt gegenüber liegt, ist wahrscheinlich das berühmteste Bauwerk in Istanbul. Erst byzantinische Kirche, dann Moschee, jetzt Museum. Mehr über die Geschichte schreibe ich hier mal nicht, das würde den Rahmen sprengen. Ich bin nach Eintritt in das Innere aus meinen Ballerinas gekippt. Eine architektonische, monumentale Schönheit. Von aussen ist sie schon ein Meisterwerk, von innen wurde ich von Geschichte und Ehrfurcht erschlagen. Im positiven Sinne. Mein Rat: nehmt euch Zeit, mindestens zwei Stunden. Außerdem steht man, je nach Ansturm, auch schon mal eine halbe Stunde an. Der Eintritt betrug 25 TL.

Die Blaue Moschee findet ihr im Stadtteil Sultanahmet. Sie ist Istanbuls Hauptmoschee und ein Paradebeispiel der osmanischen Architektur. Sultan Ahmet hat sie 1609 in Auftrag gegeben, um sich selbst ein Denkmal zu setzten. Das ist ihm gelungen. Ob die Blaue Moschee schöner und prachtvoller ist als die Hagia Sophia, müsst ihr selbst entscheiden. Das war zumindest sein Ansinnen. Ich war in jedem Fall von beiden Gebäuden überwältigt. Die Blaue Moschee hat in den Sommermonaten täglich 40 000 Besucher, also nehmt euch hier etwas Zeit. Alle Besucher müssen ihre Schuhe ausziehen und Frauen ohne Kopftuch bekommen am Eingang einen Umhang geliehen. Da die Blaue Moschee auch tatsächlich als Gotteshaus genutzt wird, ist sie während der Gebetszeiten geschlossen. Der Eintritt ist frei.
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Für den Topkapi-Palast müsst ihr euch schon einen ganzen Tag nehmen. Und am Besten ihr nehmt eine geführte Tour, da das Areal riesig ist und man außerdem viel Wissenswertes und Interessantes erfährt. Der Palast und seine Innenräume sind an Opulenz kaum zu überbieten. Danach werdet ihr wahrscheinlich so geflasht sein, wie ich. Am Ende des Palastes wird man zusätzlich mit einem atemberaubendem Blick auf das Goldene Horn und den Bosporus belohnt. Den Harem konnten wir leider nicht mehr besichtigen, weil wir zu spät waren. Also früh hingehen, um die volle Schöhnheit genießen zu können. Der Palast ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet und auch nur von Mittwochs bis Montags. Leider hat hier mein Photo gestreikt. Aber die Erinnerung bleibt!

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