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Am zweiten Tag meines Aufenthaltes ging es ins Hinterland der Algarve. Die Stationen Monchique, der Aussichtspunkt Fóia und das Restaurant „Jardim das Oliveiras“ sind perfekt für einen Tagesausflug. Monchique und Fóia sind gut mit dem Auto zu erreichen und die Wanderung zum Restaurant ist auch für Ungeübte wie mich nicht sonderlich schwierig.

Monchique

Monchique liegt in der Serra de Monchique, ca. 30 Minuten von Portimao entfernt. Eine süße Kleinstadt mit steilen Kopfsteinpflasterstraßen und weiß getünchten Häusern, die einen Besuch wert und Gott sei Dank noch nicht vom Massentourismus überschwemmt ist. Nicht unweit liegen die „Caldas de Monchique“ (6 warme Thermalquellen), die Monchique zum Kurort machen. Durch die Lage im Tal herrscht hier recht warmes und feuchtes Klima, was dazu beiträgt, das auch noch im Herbst alles sehr grün und bewachsen ist. Zentrum von Monchique ist der Marktplatz, der von kleinen Geschäften, Boutiquen, Cafés und Restaurants umsäumt wird. Hier kann man sich einfach in ein gemütliches Café setzten, Kaffee trinken und den Menschen zusehen.
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Aussichtspunkt Fóia

Mit dem Auto geht es bequem von Monchique zum 902 m hohen Aussichtsberg Fóia (alles sehr gut ausgeschildert), der somit die höchste Erhebung an der Algarve und in ganz Südportugal ist. Ganz oben angelangt könnt ihr das Auto auf einem großen Parkplatz stehen lassen.Hier gibt es auch einen kleinen Kiosk, wo ihr gegebenenfalls Wasser kaufen könnt. Von hier aus startet dann die Wanderung, aber erstmal kann man diesen herrlichen Ausblick bis ans Meer genießen. Hier waren schon etwas mehr Touristen anzutreffen, die mit Bussen angekarrt wurden. Da das Areal  aber recht groß ist, verläuft sich alles gut, so dass man nicht das Gefühl hat, man wird von potographierenden Japanern und Koreanern überrannt. Ihr folgt dem Wanderweg und steigt bis auf ca. 600 m hinab, vorbei an Heidekraut, Granit und Korkeichenwäldern, bis man an die N266-3 gelangt. Es geht dann noch ein paar Meter die Landstrasse hinab. Das Restaurant ist auch ausgeschildert. Am Besten ihr schaut euch vorher den Wanderweg auf einer Karte genauer an.

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Jardim das Oliveiras

Das „Jardim das Oliveiras“ liegt in Sítio do Porto Escuro und wurde im Reiseführer als Geheimtipp genannt. Und ich muss wirklich sagen, dass das Essen und auch das Restaurant selbst (umgeben von Olivenhainen – daher der Name) einfach wunderbar ist!  Hier wird traditionelle Küche geboten mit Lebensmitteln aus der Region und vor allem viel Wild (das aber teilweise vorbestellt werden muss). Ich hätte mich durch die komplette Karte essen können, so lecker sahen die Speisen aus, die ringsherum auf den Tischen der anderen Gäste verteilt waren. Und dazu ein kühles Bier. Ein Traum! Probieren müsst ihr das Polentagericht, den Käse von der Vorspeisenkarte (ich glaube er heißt Cabreiro) und die verschiedenen Wurstsorten. Zum Nachtisch gibt es „Medronho“, ein Likör aus den Früchten des Erdbeerbaums. Prost! Nach dem üppigen und sehr leckerem Essen kann man sich im hauseigenen Garten in Hängematten legen und einfach mal nichts tun.

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Nächstes Mal geht’s nach Silves und Ferragudo!