Guck mal wer da kocht

Guck mal wer da kocht in Frankfurt

Ich war letzte Woche beim Soft Opening vom Guck mal wer da kocht in der Meisengasse 9 (rechts vom Parkhaus Börse). Ihr seid sicher schon bei Facebook oder Instagram darüber gestolpert und habt euch gefragt, was das Ganze denn genau bedeutet. Ist es eine Showküche? Ist es ein neues Restaurant? Nein und ja. Bei „Guck mal wer da kocht“ handelt es sich zwar schon um eine Art Showküche, dahinter steckt aber ein klein wenig anderes Konzept.

Guck mal wer da kocht: das Konzept

Das Phänomen Streetfood ist ja mittlerweile auch in vielen deutschen Städten ein fester Begriff. Das Restaurant „Guck Mal Wer Da Kocht“ greift diesen Trend auf und öffnet am 19.02.2018 in der Frankfurter Innenstadt, mit einem neuen Konzept. Es gibt talentierten Streetfoodlern und gelernten Köchen die Gelegenheit, ihre ausgefallenen und außergewöhnlichen Speisen in einer festen Location anzubieten.

In dem neuen Restaurant wechselt alle zwei bis vier Wochen nicht nur die Speisekarte, sondern auch der komplette Betrieb. Das Restaurant ist sowohl eine Plattform für diejenigen, die schon Erfahrung in der Gastronomie haben und überlegen ein eigenes Restaurant zu gründen, als auch für erfolgreiche Gastronomen die entweder den Frankfurter Markt testen möchten oder ihren Bekanntheitsgrad steigern möchten.

Guck mal wer da kocht

Eat around the world

Den Gästen wird eine kulinarische Reise quer über die Ozeane geboten. Egal ob Ceviche aus Peru, Tapioca Dumplings aus Thailand oder Fatayah, eine Spezialität Senegals – der Experimentierfreudigkeit der Köche und Gastronomen sind fast keine Grenzen gesetzt. In dem Ladenlokal finden die temporären Betreiber einen schlüsselfertigen Gastronomiebetrieb vor.

Unerfahrenen Gastronomen stellen die beiden Geschäftsführer Daniele Marino und Hernando Ospina sogar während der ersten Tage einen professionellen Koch zur Seite, der sie bei der Optimierung der Arbeitsprozesse unterstützt. Mit dem zwei bis vierwöchigen Wechsel der Betreiber, ändert sich nicht nur die Speisekarte, sondern auch die Dekoration und die Ausstattung der Küche, die an die Bedürfnisse der Streetfoodler angepasst wird.

Guck mal wer da kocht
Die „069 Stulle“ war der Knaller! Vinschgauer Brot vom Dottenfelder Hof mit Hochheimer Handkäs und Grüne Soße Kräutern
Guck mal wer da kocht
Hier wird gerade die hawaiianische Poké Bowl zubereitet, bestehend aus Label Rouge Lachs, Avocado und Sushi Reis. Das „Label Rouge“ ist ein aus Frankreich stammendes Gütesiegel für Premiumprodukte.

Guck mal wer da kocht: Eröffnung am 19. Februar in Frankfurt

Los geht es mit einer Reise nach Peru. Zu Gast ist dann Perú Deputamaré, ein peruanisches Geschwisterduo aus Bonn, das typische Gerichte aus ihrem Heimatland anbietet. Da dürfen Klassiker wie Ceviche und Causa Rellena natürlich auch nicht fehlen. Zur Guck mal wer da kocht Speisekarte geht es hier entlang.

Im März wird der Andenstaat verlassen und es geht weiter in die Karibik. „Sazón Caribe“ bietet typisch karibische Küche aus den Händen des Streetfood erprobten Dominikaners Saulo Cruz. Zwei Wochen später dürfen die Gäste hawaiianische Poké Bowls, kreiert vom Spitzenkoch, Bernd Zehner, verköstigen.

Eine kleine Auswahl der Speisen durfte ich während des Soft Openings probieren und ich muss sagen, „Thumbs Up“! Alles war wirklich sehr lecker! Wenn das Niveau der Speisen so bleibt, dann wird das „Guck mal wer da kocht“ ein voller Erfolg. :)

Die Location

Das „Guck mal wer da kocht“ findet ihr in der Meisengasse 9, recht vom Parkaus Börse in der Frankfurter Innenstadt. Die Location bietet auf über 140 qm, auf zwei Ebenen verteilt, Sitzmöglichkeiten für über 80 Personen. Im Untergeschoss können die Speisen direkt vor den Augen der Gäste in der offenen Küche zubereitet werden. Das Restaurant verfügt darüber hinaus über eine weitere Vorbereitungsküche im Obergeschoss. Jeden Mittwoch wird dieser Bereich im Obergeschoss für Themen-Kochkurse genutzt.

Das Interior Design fand ich leider nicht so prickelnd. Vielleicht liegt es auch noch an den kleinen Bauarbeiten hier und da, sicher ist auch noch nicht alles so, wie es sein soll und vieles ist ja Geschmackssache. Aber ich fand, vor allem den Eingangsbereich, etwas kalt und unpersönlich. Die grauen Steinwände passen eher in eine Kantine einer zweitklassigen 90er Jahre Werbeagentur und auch hat mir hier ein bisschen „Streetfood Flair“ gefehlt. Der dunkle Holzboden und die hellen Leisten passen nicht zum Ton der Holztreppe und auch im oberen Bereich war wieder ein anderer Holzboden verlegt. Auch passt die Beleuchtung nicht so recht, es ergibt sich einfach kein Konzept.  Alles in allem etwas unruhig und ich vermute, hier war kein Innenarchitekt am Werk.

Der obere Speiseraum reißt es dann mit einem warmen Ton an der Wand wieder ein wenig heraus, auch die auf Vintage gemachten Stühle fand ich ziemlich cool. Ich hoffe, dass sich hier bis zum 19.02. noch ein wenig Richtung Interior Design tut. Ich verstehe, dass versucht wurde mit Deko etc. nicht zu übertreiben, da ja jeder Betreiber seine eigene Deko mitbringen soll, aber minimalistisch und klar als Ausgangsbasis geht anders.

Guck mal wer da kocht
Sehr lecker: Hochrippe vom Simmentaler Rind mit roten Bohnen und Kochbananen

 

  • Guck Mal Wer Da Kocht
  • Meisengasse 9, 60313 Frankfurt
  • Montag bis Samstag 12 Uhr – 22 Uhr

Am 19.02. geht es dann los, viel Spaß beim Ausprobieren! Bin gespannt, wie es euch gefällt! :) Wer jetzt Bock auf peruanische Küche und Ceviche hat und nicht warten möchte, dem empfehle ich das La Cevi in Frankfurt.