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Ein Künstler, der seine eigene Galerie betreibt? Hhmm, hört sich interessant an. Das musste ich mir anschauen. Gesagt, getan und ein paar Tage später saß ich in der SCHMITZ Pop Up Galerie von Jörg Schmitz, der von Haus aus eigentlich Diplom Designer ist und an der HfG in Offenbach bei Prof. Friedrich Friedl (Typografie) und Franz Mon (Visuelle Poesie) studiert hat. Der Künstler und ehemals Creative Art Director stellt am Weckmarkt/Ecke Fahrgasse seine Arbeiten aus, die sich allesamt der Handschrift widmen. Schrift verliert ihren eigentlichen Gebrauch und wird zur Poesie. Herausgerissen aus dem Gebrauchzustand, zeichnet sie ein ganz anders, gefühlvolles Bild. „Nicht denken, fühlen“, sagt Schmitz und überlässt es dem Betrachter, seine ganz eigene Interpretation zu finden.

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Jörg Schmitz hat über 20 Jahre in Frankfurt gelebt, dann wurde es ihm zu laut, zu wuselig, zu hektisch. Für seine Arbeiten braucht er Stille und einen Ort, wo er sich vollends konzentrieren kann. „In Frankfurt gibt es ständig Hintergrundgeräusche“, sagt Schmitz und somit hat es den gebürtigen Hannoveraner aufs Land gezogen, genauer gesagt nach Gelnhausen. Hier kann er in Ruhe arbeiten und dem „gesteuerten Kontrollverlust“ nachgehen. Ein Zustand, bei dem die „Hand zum Seismographen des Inneren wird“, das Rationale endet und das Emotionale beginnt.

Noch bis Ende des Jahres könnt ihr euch die Arbeiten von Jörg Schmitz in seiner Pop Up Galerie ansehen. Geöffnet ist Dienstags bis Freitags von 14 Uhr bis 19 Uhr, an Samstagen von 10 Uhr bis 16 Uhr.

10 Fragen an Jörg Schmitz, Designer und Künstler

1. Mit welchem Gedanken bist du heute morgen aufgewacht?
Schnell in die Galerie…

2. Deine Kunst ist…
gestisch-bewegt.

3. Wie und wo findest du Inspiration?
In mir, aus mir heraus.

4. Eine Leben ohne Kunst wäre…
undenkbar.

5. Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Visuelle Poesie: Schrift, die zum Bild wird.

6. Deine Top Five der Schriften
Frutiger, Univers, Trade Gothic, News Gothic, Franklin Gothic.

7. Du kannst nicht leben ohne…
Liebe Menschen. Spaghetti. Frische Luft. Meinen Garten.

8. Deine Lieblingsort/Bar/Restaurant/Café in Frankfurt?
Bar: derzeit Molokko. (sehr früher) Orion Bar. Restaurants: Weinsinn. Carte blanche. Café: Petit four (Gelnhausen!)

9. Hast du einen Lieblingsstadtteil und warum?
Sachsenhausen – dort habe ich 13 Jahre gelebt.

10. Mayo oder Ketchup?
Doppelt Mayo!

Vielen Dank für das Interview! :)

Image © Tom Kauth
Image © Tom Kauth

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